Risikopotenziale erkennen, limitieren und steuern
Währungs- und Zinsschwankungen können für Unternehmen wie Banken erhebliche Ergebnisvolatilität verursachen, zum Teil sogar den Bestand oder Zugriff auf Kreditlinien in Frage stellen und damit den Unternehmenswert negativ beeinflussen.
Die wichtigsten Aufgaben im Risiko-Management sind die systematische Erfassung und Darstellung von Risiken sowie die Schaffung eines operativen Handlungsrahmens. Die potenzielle Bedeutung dieser Risiken verlangt eine sorgfältige Steuerung. In Deutschland ist mit der Umsetzung des KonTraG ein derartiger Risiko-Management-Prozess im Falle wesentlicher Risiken für AGs (und zukünftig auch große GmbHs) inzwischen rechtlich verpflichtend geworden.
Die Marktbeobachtung zeigt, dass Absicherungsmärkte und -instrumente zwar gut entwickelt sind, die Methoden und Ansätze zur Messung und Quantifizierung der Risikodimensionen vielfach aber fehlen. Der Einsatz der Instrumente geschieht folglich ad hoc und ohne strategischen Hintergrund – ohne eine Risikopolitik.
Teilnehmerkreis
Verantwortliche aus dem Finanz- und Treasury-Bereich sowie aus Controlling, Risiko-Management und Revision, Kundenbetreuer aus Banken sowie die Mitarbeiter des Geld- und Devisenhandels.
Methodik
Vortragselemente wechseln sich ab mit Fallbeispielen aus der Beratungspraxis. Die Risikoanalyse, am Rande auch der Einsatz der Instrumente, wird konzeptionell dargestellt und unmittelbar in Einzel- oder Gruppenarbeiten geübt. Das Seminar verlangt damit die aktive Mitarbeit der Teilnehmer. Taschenrechner sind erforderlich.
Seminarzeiten
1. Modul
1. Tag: 10:00 bis 18:00 Uhr
2. Tag: 9:00 bis 12:30 Uhr
2. Modul
2. Tag: 13:30 bis 17:00 Uhr
3. Tag: 9:00 bis 17:00 Uhr
Seminarziel
Mit diesem Seminar soll den Teilnehmern das Verständnis für die Bedeutung konsequenter und systematischer Vorgehensweisen im Treasury aufgezeigt und das Rüstzeug für die Entwicklung der eigenen Risikopolitik vermittelt werden.
Darauf aufbauend – auf eine Methodik zur Messung, Limitierung und Kommunikation der Risiken – zeigt das Seminar die Wesensmerkmale, Bausteine und Einsatzmöglichkeiten der wichtigsten Zins- und Währungsinstrumente.
Der Anspruch des Seminars ist die Vermittlung eines praxisorientierten, umsetzbaren Ansatzes für den Umgang mit Zins- und Währungsrisiken in der Unternehmensrealität.
Modul 1: Währungsrisiko-Management
- Erscheinungsformen des Risikos – direktes und indirektes Währungsrisiko
- Risikoanalyse
- Quantifizierung anhand von Volatilitäten
- Marktusancen im Währungsmarkt
- Ansätze für die Risikostrategie
- Bausteine einer Risikopolitik
- Absicherungsinstrumente im praktischen Einsatz: Termingeschäfte, Optionen
- Fallbeispiele
Modul 2: Zinsrisiko-Management
- Quellen des Zinsrisikos
- Quellen und Erscheinungsformen des Risikos
- Methoden zur Risikomessung: Schichtenbilanz, Cashflow-at-Risk, Value-at-Risk, Duration, Simulation
- Bausteine einer Risikopolitik
- Leistungsbewertung – Benchmarking (auch im Schulden-Management)
- Absicherungsinstrumente: Forward/Forward, Forward Rate Agreement, Financial Futures, Swaps, Cross Currency Swaps, Caps und Floors
- Verkaufs- und Einkaufsansätze für den Bankbetreuer und Treasurer
Teilnahmegebühr
EUR 2.150,– zzgl. MwSt.
Interessenbekundung
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