Nach Jahren in der Finanzpolitik wurde Horst Köhler Staatssekretär im Bundesfinanzministerium. Damit war er wichtiger deutscher Unterhändler bei den Verhandlugnen des Vertrags von Maastricht und bei der Gestaltung der deutschen Währungsunion.
Im Jahr 2000 wurde Köhler Direktor des IWF ernannt und 2004 zum Bundespräsidenten gewählt. Am 31. Mai 2010 gab er seinen Rücktritt bekannt, nachdem seine Bemerkungen zum deutschen Afghanistan-Einsatz der Bundeswehr kritisiert worden waren. Während seiner Amtszeit hatte Köhler häufig unverblümt Stellung zu politischen und sozialen Themen genommen.